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Österreich

Rhesusunverträglichkeit



Was ist Rhesusunverträglichkeit?

Die Rhesusunverträglichkeit ist eine Blutgruppenunverträglichkeit, die dadurch zustande kommt, dass manche Menschen bestimmte Merkmale auf ihren roten Blutkörperchen tragen, anderen Menschen hingegen diese Merkmale auf den
roten Blutkörperchen fehlen. 

Gelangt Blut eines rhesus-positiven Kindes in den Blutkreislauf einer rhesus-
negativen Mutter, so erkennt das Immunsystem der Mutter das kindliche Blut als
fremd, bildet Abwehrstoffe, sogenannte Antikörper, und zerstört es.Gleichzeitig prägt
sich das Immunsystem der Mutter die fremden Merkmale ein (Rhesussensibilisierung).
Rhesus Mann und Frau

Dadurch kann es, in seltenen Fällen, in der gleichen Schwangerschaft, häufig aber, in den
nachfolgenden Schwangerschaften zu einer starken Abwehrreaktion mit Komplikationen der
Schwangerschaft, bis hin zur Gefährdung des Kindes kommen. 

Wer ist von Rhesusunverträglichkeit betroffen? 

Betroffen sind Rhesus-positive Kinder von Rhesus-negativen Schwangeren. Um eine
Rhesussensibilisierung zu vermeiden muss die Schwangere geimpft werden. 

Wie kann sich Rhesussensibilisierung auswirken: 

Die in der Mutter gebildeten Antikörper gehen über den Mutterkuchen in das Blut des Kindes über.
Dort lagern sie sich an die kindlichen roten Blutkörperchen an und zerstören diese.

Dadurch kann es je nach Schweregrad der Krankheit zu Blutarmut, Gelbsucht und Wassersucht
des Kindes kommen, die unbehandelt zu Schädigungen bis zum Tod des Kindes führen können.
Dies kann manchmal in der ersten, häufig aber in den nachfolgenden Schwangerschaften geschehen. 

Was kann man bei Rhesusunverträglichkeit tun?

Die Rhesusprophylaxe dient zur Verhinderung der Rhesussensibilisierung der Rhesus-negativen Schwangeren. Die Rhesussensibilisierung muss verhindert werden bevor sie überhaupt eintritt.

Dafür gibt es ein Anti-D Immunglobulin, das der Rhesus-negativen Schwangeren
verabreicht wird und die kindlichen roten Blutkörperchen sofort beim Übertritt in den mütterlichen Blutkreislauf abfängt, bevor das Immunsystem der Mutter sie als fremd erkennen kann.

  Rhesusfaktor


Die wichtigstem Maßnahmen der Rhesusprophylaxe sind:
 

1. Eine Dosis Anti - D Immunglobulin in der 28. – 30. Schwangerschaftswoche für alle Rhesus-
    negativen Schwangeren, die im Rahmen einer Mutter-Kind-Pass-Untersuchung verabreicht wird. 

Fragen Sie ihren Arzt zur Durchführung der Vorsorge in der 28.-30. Schwangerschaftswoche.

2. Jeder Rhesus-negativen Mutter, die ein Rhesus-positives Kind geboren hat, wird ein Anti-D
     Immunglobulin innerhalb von 72 Stunden nach der Geburt verabreicht. 


Verhindert die Rhesusprophylaxe in jedem Fall eine Rhesussensibilisierung? 

Sehr selten kann es trotz Rhesusprophylaxe zu einer Rhesussensibilisierung kommen. In
diesen Fällen muss die betroffene Schwangere in einem Spezialzentrum während ihrer ganzen 
Schwangerschaft betreut werden, damit das Kind eine gute Chance hat gesund zur Welt zu kommen. 

Kann die Rhesussensibilisierung rückgängig gemacht werden? 

Wenn eine Frau eine Rhesussensibilisierung hat, kann diese nicht mehr rückgängig gemacht
werden. Daher muss bereits in der ersten Schwangerschaft eine Rhesussensibilisierung verhindert 
werden. 

Was ist ein Anti - D Immunglobulin? 

Anti-D Immunglobuline sind menschliche Antikörper, die in einem speziellen Verfahren hergestellt
werden. Anti-D Immunglobuline sind sehr gut verträglich und risikoarm. Vorsicht ist geboten bei
einer Allergie gegen menschliches Bluteiweiß. Die Rhesusprophylaxe mit Anti-D Immunglobulin hat
sich bereits seit über 20 Jahren weltweit bewährt. 



Wo können Sie sich näher über Rhesusunverträglichkeit informieren?
 

Wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an ihren Arzt. Sie haben bis zur 28. Schwangerschaftswoche
genügend Zeit, mit ihrem behandelnden Arzt alles ausführlich zu besprechen.



Gebrauchsinformation Rhophylac®