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Österreich

Hemmkörper



Die Hauptkomplikation bei der Hämophilie-Therapie liegt heute in der Bildung von neutralisierenden Antikörpern gegen den Gerinnungsfaktor, den sogennannten Inhibitoren oder Hemmkörpern.

Hemmkörper verhindern die Wirksamkeit des Gerinnungsfaktors, da sie diesen fälschlicherweise als körperfremde Substanz deuten. Die Wirkung des zugegebenen FVIII bzw. FIX wird dadurch so stark verringert, dass die nötige Erhöhung des Faktorspiegels nicht erreicht wird. In der Folge kann es wieder zu Blutungen kommen.

Die Beseitigung der Hemmkörper ist durch unterschiedliche Therapien möglich (z.B. lang andauernde Hochdosierung von Faktor VIII bei Hämophilie A Inhibitoren).

Die Hemmkörpertherapie ist in der Regel sehr zeitaufwändig und bedarf daher besonders der Mitarbeit und Therapietreue des Betroffenen.