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Wirkungsvolle Behandlungsmethoden

 Behandeln heißt vorbeugen

Hämophilie kann durch Ersatz der fehlenden Blutgerinnungs-
faktoren VIII oder IX wirkungsvoll behandelt werden. Je nach 
Schweregrad der Blutungsneigung wird nur bei einer akuten 
Verletzung (blutungsstillend) oder in regelmäßigen Abständen 
(blutungsvorbeugend) gespritzt. 


Sinn der Behandlungsmethode 

Wichtig ist die Aufklärung, damit das Kind den Sinn der Behandlung auch erkennt und kooperiert. Achten Sie auch auf Verletzungsanzeichen (z.B. Schwellungen, Hitzeentwicklung, Kribbeln im betroffenen Gelenk). Das Kind sollte auch lernen, offen über die Hämophilie zu sprechen. 


Eigenverantwortlicher und selbstbewusster Umgang 

Anfangs lernen die Eltern im Zentrum, wie sie ihrem Kind die benötigten Gerinnungsfaktoren richtig injizieren. Besonders am Anfang haben Eltern Angst, ihrem Kind weh zu tun, doch schon bald lernen sie den beherzten Umgang damit. 

Zur Förderung des eigenverantwortlichen und selbstbewussten Umgangs mit der Hämophilie ist eine zeit- und kindergerechte Einweisung in die Thematik sinnvoll. Die Eigeninjektion ist ein wichtiger Schritt zur Unabhängigkeit und bedeutet auch, die Hämophilie als etwas zu einem selbst gehörendes zu akzeptieren. 

Im Alter zwischen 8 und 10 Jahren sollte das Kind zunächst bei den Vorbereitungen mithelfen (z.B. Abbinden des Armes oder Desinfektion). 

Wichtig ist die Freiwilligkeit – irgendwann ist der Wunsch zur "eigenen" Injektion da. 

Die erste „Probe-Injektion“ sollte immer durch einen erfahrenen Arzt begleitet werden.